Apple-Tablet wirft auch HTML5-Schatten voraus Geschrieben von CMG
am 26.03.2010
Hacker will iPad schon knacken können
Der unter dem Pseudonym "geohot" bekannte Hacker George Hotz hat auf
seinem Blog rund um das iPhone http://iphonejtag.blogspot.com
angekündigt, dass er einen neuen Jailbreak zum Knacken des
Apple-Smartphones entwickelt habe. Dieser komme nicht nur gänzlich ohne
Kabel aus, sondern "wird wahrscheinlich auch beim iPad funktionieren".
Damit wirft das Apple-Tablet, das erst am 3. April seinen Marktstart
zunächst in den USA haben wird, nun auch in der Jailbreak-Szene seinen
Schatten voraus. Gerade unter amerikanischen Tech-Bloggern hatte diese
Woche bereits für Aufsehen gesorgt, dass der große TV-Sender CBS
offenbar mit Blick auf das iPad Web-Videos auf HTML5-Basis testet.
Hacker-Star auf iPad-Jagd
Bisher hat Hotz lediglich ein YouTube-Video veröffentlicht, in dem er
nach eigenen Angaben demonstriert, wie das iPhone in allen aktuellen
Versionen rein softwareseitig geknackt werden kann. Dazu, wann dieser
Jailbreak veröffentlicht wird, macht er noch keine Angaben. Er sorgt
aber insbesondere mit der Aussage, dass damit auch das iPad zu knacken
sein dürfte, für Aufsehen. Ob die Methode beim Tablet tatsächlich
funktioniert, bleibt freilich abzuwarten.
Allerdings dürfen sich User, die Apples Einschränkungen auch beim Tablet
umgehen wollen, durchaus Hoffnungen machen. Denn Hotz hat sich unter
anderem als Teil der iPhone-Jailbreak-Community einen Namen gemacht. Von
ihm stammte beispielsweise der erste Software-Hack für das iPhone 3GS.
Im Januar dieses Jahres wiederum hat er damit Aufsehen erregt, als
erster Sonys PlayStation 3 gehackt zu haben (pressetext berichtete:
http://pressetext.com/news/100125023/).
Vorteil für HTML5-Video
Indes zeichnet sich ab, dass Apples strikte Ablehnung von Adobes Flash
auf dem iPad der Web-Videoeinbettung auf Basis von HTML5 zum Vorteil
gereichen könnte. Denn auf den Webseiten von CBS wurden diese Woche
Testvideos gesichtet, die auf Experimente mit HTML5-Videoeinbettung
speziell für das iPad hindeuten. Bislang hatte der große Sender auf
Flash gesetzt.
Freilich bleibt abzuwarten, ob CBS tatsächlich in größerem Maßstab
Videoinhalte mittels HTML5 anbieten wird. Selbst wenn, wäre fraglich, ob
damit alle HTML5-Verfechter glücklich wären. Denn Apple setzt auf den
H.264-Codec, sodass CBS für ein iPad-freundliches Angebot wohl diesen
nutzen würde. Dass eben auf H.264 gesetzt wird, hatte aber bei YouTubes
HTML5-Experimenten scharfe Kritik von Mozilla und Opera ausgelöst (pressetext
berichtete: http://www.pressetext.com/news/100326004/).
Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Thomas Pichler
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